Wie schreibe ich eine Situationsanalyse?

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Zu einer erfolgreichen fachpraktischen Prüfung, einem guten Praktikumsbericht oder der Planung einer pädagogischen Aktivität gehört immer auch eine Situationsanalyse. Aber welche Themen müssen in der Situationsanalyse behandelt werden, welchen Umfang sollte sie haben und auf welche Punkte kommt es besonders an?

Inhalte der Situationsanalyse

Nachfolgend habe ich die relevanten Themen der Situationsanalyse zusammengetragen und erläutert.

Vorstellung der Praxiseinrichtung mit ihren Besonderheiten:

Hierbei ist es wichtig kurz und anschaulich die Einrichtung vorzustellen. Für den Leser sollte es so sein, dass er das Gefühl hat die Einrichtung kennenzulernen. Vor seinem inneren Auge sollte ein Bild der Einrichtung entstehen. Am Besten beginnt man mit dem Namen und der Lage der Einrichtung. Dann sollten der Träger, die Organisation der Einrichtung (Größe, Mitarbeiter, Struktur, Arbeitsgrundlagen wie. z.B. Bildungsprogramm, Qualitätsmanagement etc.), die Räumlichkeiten und die Schwerpunkte der Einrichtung dargestellt werden.

Rahmenbedingungen für die geplante Aktivität oder das Projekt:

In diesem Abschnitt der Situationsanalyse geht man auf die relevanten Aspekte ein, welche Deine Aktivität oder Dein Projekt beeinflussen. Das sind z.B. die Konzeption der Einrichtung, andere Projekte die bereits bestehen oder durchgeführt wurden, pädagogische Richtlinien, Regeln und Strukturen der Einrichtung oder auch besondere Anlässe / Vorkommnisse die mit Deiner Aktivität oder Projekt im Zusammenhang stehen.

Warum wählst Du genau dieses Thema für Deine Aktivität oder Dein Projekt?

Um Dein Thema zu begründen, musst Du Dir die „Warum-Frage“ stellen. Also beleuchte, was die Interessen Deiner Kinder (oder Klienten) sind, welche Fragen im pädagogischen Alltag dazu aufkamen oder ob es eine Schlüsselsituation für die Kinder gegeben hat, weshalb Du Dich für das Thema entschieden hast. Was hast Du beobachtet?

Gehe aber auch darauf ein, warum Deine geplante Aktivität wichtig ist und warum Dein Thema nicht nur in der Vergangenheit wichtig war, sondern auch momentan und zukünftig.

Hintergrundinformationen, Beobachtungen und Kenntnisse über Deine Lerngruppe:

Stelle Dir die Frage, welche Fähigkeiten Deine Kinder mitbringen müssen, welche Qualifikationen, Fertigkeiten, Kompetenzen oder Ressourcen sie benötigen. Im Klartext heißt es, dass Du zeigen sollst dass Du die Kinder genau beobachtet hast, ihre Stärken und ihren Förderbedarf kennst und darauf aufbauend eine Planung entwicklen kannst. Du beschreibst daher u.a. das Alter, das Geschlecht, die Verhaltensweisen, die Motivation/Interessengebiete der Kinder, sowie die Vorerfahrungen, die Lebenswelten und den Entwicklungsstand der Kinder ein. Dieser Teil der Situationsanalyse ist besonders wichtig, denn alle pädagogischen Handlungskonzepte gehen von der Erfahrungswelt des Kindes aus. Es gibt ein schönes Zitat dazu: „Hole die Kinder (oder Klienten) dort ab, wo sie stehen!“. Du zeigst in diesem Teil der Situationsanalyse, dass Du genau dazu in der Lage bist.

Stelle einen Zusammenhang her

Zum Abschluss solltest Du noch Deine Aktivität in dem Gesamtprozess einsortieren. Planst Du z.B. ein Projekt und eine Aktivität im Rahmen dieses Projektes ist Deine fachpraktische Prüfung, musst Du hier das gesamte Projekt kurz in seinem Ablauf darstellen. Ist Deine Aktivität nicht im Rahmen eines Projektes, lässt es sich aber sehr wahrscheinlich in den Tagesablauf einsortieren oder steht im Zusammenhang zu einem Fest oder z.B. der Jahreszeit. Stelle Dir die Frage, warum Dein Angebot für den gesamten Lernprozess der Kinder ganz praktisch gesehen sinnvoll ist.

Viel Erfolg beim Schreiben Eurer eigenen Situationsnanalyse!

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