Situationsansatz

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Der Situationsansatz ist ein moderner und demokratischer Handlungsansatz. Hier geht es um Chancen und Grenzen in der pädagogischen Umsetzung.
Wenn man sich verschiedene Kindertagesstätten anschaut, die nach dem Situationsansatz arbeiten, kann man große Unterschiede feststellen. Das liegt daran, dass sich der Situationsansatz immer nach der Lebenssituation und der Lebenswelt der Kinder richtet.
junge geht seinen weg

Die Themen in der pädagogischen Arbeit in der Kita sind die Themen, welche die Kinder beschäftigen. Aber es werden auch Themen der Eltern oder Erzieher behandelt, wenn diese sich auf Beobachtungen der Kinder stützen. Das Kind in seiner Lebens- und Erfahrungswelt steht im Mittelpunkt.
Besipiel:
Die Kinder überlegen immer wieder, wie man sich nun richtig die Zähne putzt. Nicht alle Kinder der Gruppe wissen wie das genau geht. Da das Zähneputzen, als ein Teil der täglichen Hygiene, den Erziehern wichtig ist, wird es zum Thema. In diesem Rahmen wird z.B. auch ein Zahnarzt besucht.

Der Situationsansatz vermittelt den Kindern Bildung in vielerlei Hinsicht, aber immer im Bezug zur kindlichen Lebenswelt. Die Kinder haben zudem große Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte, sodass sie ihre Interessen vertreten können. Der Situationsansatz ist also ein Ansatz der Kinder.

Die gesamte pädagogische Arbeit zielt darauf ab, die Kinder zu befähigen ihr Leben eingenaktiv, sozial und kompetent zu meistern. Die Herkunft oder individuelle Lerngeschichte wird zwar berücksichtigt, aber Chancen und Rechte sollen für alle Kinder gleich sein.
Der Situationsansatz passt sich der Gesellschaft, der Entwicklung und der Zeit an. Das pädagogische Konzept ist so aufgebaut, dass schnell gehandelt werden kann und das Demokratie gelebt wird. Der Situationsansatz ist ein Handlungsansatz der Wissensgesellschaft.

Das Berliner Bildungsprogramm und der Situationsansatz sind eng miteinander verknüpft, dieses zeigt nochmals die Chancen und Aktualität des Ansatzes.
Es gibt im Prinzip keine Grenzen bei diesem Ansatz, da er immer vom Kind ausgeht. Er ist auf jede Lebenswelt anpassbar und gestaltbar. So könnte auch in einem Kriegsgebiet, in Afrika oder Grönland nach diesem Ansatz gearbeitet werden. Denn das Ziel die Kinder zu autonomen, selbstständigen und kompetenten Menschen zu erziehen bleibt gleich. Die Themen der Kinder, die Situationen und der Weg dorthin ist hingegen variierbar.
Allerdings bleibt der Ansatz immer ein demokratischer Ansatz, der davon ausgeht, dass das Kind von Geburt an Fähigkeiten und Kompetenzen hat.
Somit wäre hier z.B. ein großer Widerspruch zum Bild des Kindes in der Waldorfpädagogik. Folglich kann man den Situationsansatz nicht mit allen pädagogischen Ansätzen kombinieren, da die Grundlage (vor allem das Bild vom Kind) und die Ziele übereinstimmen müssen.
Zu Bedenken ist bei diesem Ansatz, dass er immer sehr individuell anpassbar ist und es somit immer auf die Erzieher ankommt, wie gut die Qualität der pädagogischen Arbeit ist.
Es gibt zwar Leitziele und Grundsätze, aber wie diese in der Praxis gehandhabt werden bleibt offen.
Es kann keine allgemeinen „Praxisanleitungen“ geben, da man von der Lebensumwelt der Kinder ausgeht. So ist der Situationsansatz nicht konfessionell gebunden und macht sich die Integration zum Thema.

Der Situationsansatz ist ein Ansatz der Moderne und der Zukunft, da er mit der Zeit geht, sich weiterentwickeln kann und immer vom Kind ausgeht.

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