Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit – Woran erkennt man Entwicklung?

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„Alles was uns umgibt, existiert in unaufhörlicher Bewegung und Veränderung. (…) Was wir an uns erfuhren und erfahren, bemerken wir wiederum an unseren Kindern. Millionen von Erzieherin erschlißt sich ihre Entwicklung tagtäglich als beobachtende Tatsache – manchmal als Rätsel, manchmal als Wunder.“
(H.-D. Schmidt / B. Schneeweiß: Schritt um Schritt)

Woran wir Entwicklung erkennen:

Wenn wir die Welt betrachten, sehen wir das sie bewegt ist und nicht still steht. So wie die Pflanzen in der Natur, wächst auch der Mensch im Laufe seines Lebens.

Entwicklung ist ein komplexer Vorgang der viele Teilbereiche umfasst. Im Folgenden werden drei dieser Bereiche näher beleuchtet und an ihnen verdeutlicht, woran man Entwicklung erkennt.

Wachstum – ein Begriff an den man gleich im Zusammenhang mit Entwicklung denkt. Man sieht durch das Wachsen des Körpers und auch durch das Wachsen der geistigen Fähigkeiten, dass Entwicklung vorhanden ist. So wächst nicht nur der Körper des Kindes in den ersten 3 Lebensjahren auf die Hälfte seiner Endgröße an, sondern auch der Wortschatz und die Fähigkeiten etwas zu tun nehmen exponentiell zu.
Ein weiteres Merkmal von Entwicklung ist ist die Differenzierung von Fähigkeiten.
So fühlt das Kind zunächst nur eine undefinierbare Erregung. Diese Erregung wird dann in Lust und Unlust für das Kind erfahrbar. Aus diesem Lust- oder Unlust-Empfinden entwickeln sich dann die verschiedene Gefühle. Hier ist also eine Differenzierung zu sehen, aus einem allgemeinen Zustand sind Teilzustände geworden.
Die Differenzierung ist gleicheremaßen in physischenund psychischen Bereichen zu beobachten.
Hat das Kind nun verschiedene Fähigkeiten erlernt und differenziert, müssen diese geordnet werden. Diesen Vorgang nennt man dann die Strukturierbildung.
Wir können beobachten, wie das Kind einzelne Handlungen erlernt hat und diese nutzt. Damit es diese aber in kopmplexeren Handlungsabläufen nutzen kann, müssen sie entsprechen abgespeichert sein. Dieses „Können“ kann dann variiert, weiter differenziert und eingesetzt werden. Das Einsetzen der einzelnen Fähigkeiten in Handlungsabläufen ist ein Ergebnis der Strukturbildung.
Ein Beispiel dafür wäre das Lernen der Grammatik einer Sprache. Die Wörter sind bekannt und werden eingesetzt. Sie werden strukturiert und geordnet abgespeichert. Dann werden sie nach der Struktur und den Regeln der Grammatik in Handlungsabläufen eingesetzt.

Entwicklung muss nicht immer nur vorwärts gehen, sie kann auch negativ sein. Entwicklung bedeutet aber immer, dass ein alter Zustand durch einen Neuen abgelöst wird. Der alte Zustand wir entweder „gelöscht“ oder, wenn er sich bewährt hat, abgespeichert.
Wenn die Entwicklung positiv ist, ist mit ihr immer eine Zunahme der Handlungs- und Leistungsfähigkeit verbunden.
Ein Beispiel wäre die motorische Entwicklung des Kindes. Es lernt sich fortzubewegen. Wenn das Kind laufen kann, bewegt es sich nicht mehr mittels Krabbeln fort. Da sich das Krabbeln aber bewährt hat, wird es nicht verlernt, sondern abgespreichert. EIne Handlungszunahme ist erkennbar, das Kind kann je nach seinem Tun/Ziel zwischen Laufen und Krabbeln als Fortbewegungsart wählen.
Entwicklung ist ein Prozess, der überall erkennbar ist und für uns lebensnotwendig und selbstverständlich ist. Ein Säugling oder eine Pflanze, sie sich nicht entwickelt, wird nie alleine lebensfähig sein.

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